Auf an die Urnen!

Das ist ein Aufruf, am kommenden 4. März an die Urne zu gehen. Dann steht nämlich in Schlieren die Wahl der Behörden für die Amtsdauer 2018 bis 2022 an. Gewählt werden insbesondere das Gemeindeparlament, der Stadtrat und der/die Stadtpräsident/in.

 

Vor vier Jahren gingen 32 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Das ist wenig – nur eine Minderheit. Die Demokratie, die wir in der Schweiz glücklicherweise kennen, lebt aber von der Beteiligung möglichst vieler Stimmberechtigter. Denn nur hohe Abstimmungs- und Wahlbeteiligungen verleihen den Beschlüssen an der Urne und den Gewählten eine wirklich glasklare Legitimation. Deshalb hoffen wir, dass am 4. März deutlich mehr Stimmberechtigte als 2014 wählen gehen.

 

Wer wählt, kann mitentscheiden, welchen Weg Schlieren in den nächsten vier Jahren einschlägt. Die Stadt befindet sich in voller Entwicklung. Eine neues Stadtentwicklungskonzept soll diese in geordnete Bahnen lenken. Die Neugestaltung des Stadtzentrums mit Haltestellen der Limmattalbahn ist bereits in Angriff genommen worden. Wesentliche andere Elemente des Zentrums – Alterseinrichtung und Stadtsaal – sind aber erst in Planung. Gemeindeparlament und Stadtrat, zwei der zu wählenden Behörden, beeinflussen dabei massgeblich, wie die Stadtentwicklung und insbesondere die Zentrumsgestaltung verläuft.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual, lautet ein Sprichwort. Um die 36 Sitze im Gemeindeparlament bewerben sich insgesamt 107 Kandidatinnen und Kandidaten aus acht verschiedenen Parteien. Um die sieben Sitze im Stadtrat ringen acht Persönlichkeiten aus fünf Parteien. Stadtpräsident wollen eine Frau und ein Mann aus zwei Parteien werden. Wer wählen will, muss also auswählen.
Damit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese Auswahl leichter fällt, liegt dem «Schlieremer» diese Wahlbeilage bei. In ihr erfahren Sie zu den meisten Kandidierenden und allen Parteien kurz und bündig, wofür sie stehen. Und die Beilage erklärt, wie man seinem Willen beim Ausfüllen der Wahlzettel Nachdruck verleiht.

 

Wahlempfehlungen gibt der «Schlieremer» selber keine ab. Dieser versteht sich als von den Parteien unabhängiges Stadtmagazin mit Berichten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Als solches will der «Schlieremer» ein Forum für die verschiedenen Meinungen und Stimmen in der Stadt sein.

 

Martin Gollmer (links), Redaktor und Arun Banovi (rechts), Herausgeber


Stabile Schlieremer Parteienlandschaft

Seit Jahren variiert die Sitzverteilung unter den Schlieremer Parteien im Gemeindeparlament nur minim. Eine gewichtige Änderung gab es gleichwohl: Die rechtskonservative SVP löste die linke SP als stärkste Kraft in der Legislative ab. Im Stadtrat – der Exekutive – dominieren die bürgerlichen Parteien.

 

Die Vertretung der Schlieremer Parteien im Gemeindeparlament zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Konstanz aus. Seit Jahren dominieren die gleichen Parteien – die Schweizerische Volkspartei (SVP), die Sozialdemokratische Partei (SP), die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) und die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). Ihre Stärke – gemessen an der Anzahl Sitze im 36-köpfigen Parlament – schwankt meistens nur um einen Sitz (vgl. Tabelle). Die Konstanz ist darum bemerkenswert, weil Schlieren in den vergangenen 25 Jahren stark gewachsen ist und sich von einem Standort mit viel Industrie zu einer modernen Wohnstadt gewandelt hat.

 

Stärkste Partei im Schlieremer Parlament ist aktuell die SVP mit 10 Sitzen. Sie ist die Partei, die den absolut grössten Sitzzuwachs verzeichnen konnte. 1990 war sie noch mit 7 Sitzen vertreten. In den Wahlen von 2002 und 2006 erreichte sie ihr bestes Resultat mit jeweils 11 Sitzen. Der Aufstieg der SVP in Schlieren erfolgte mehr oder weniger im Gleichschritt mit dem Bedeutungszuwachs der Partei auf nationaler Ebene.

 

Die Verfolger
Erster Verfolger der SVP im Schlieremer Parlament ist die SP mit zurzeit 8 Sitzen. 1990 und 1994 war sie noch die stärkste Partei mit 9 Sitzen. Die Vertretung der SP im Schlieremer Parlament ist sehr konstant: Seit 1990 hatte sie nie mehr als 9 Sitze, aber auch nie weniger als 8 Sitze.

 

Drittstärkste Kraft im Schlieremer Parlament ist die FDP mit aktuell 6 Sitzen. Diese Sitzzahl hatte sie schon 1990 inne. Schlechter schnitt die FDP nur bei den Wahlen 2006 und 2010 ab, als jeweils 5 Sitze resultierten.

 

An vierter Stelle im Schlieremer Parlament liegt die CVP mit zurzeit 4 Sitzen. Diese Zahl hat sich seit 1998 nicht mehr verändert. Zuvor – in den Wahlen von 1990 und 1994 – erreichte die CVP noch 5 Sitze.

 

Nie ganz zu den grossen Parteien aufschliessen konnte der Quartierverein Schlieren (QV). Einzig in den Wahlen von 2006 erreichte er 4 Sitze – gleichviel wie die CVP. Aktuell besetzt der QV 3 Sitze. 1990, 1994 und 1998 schauten jeweils 2 Sitze heraus. Der QV ist die einzige nur in Schlieren aktive Partei. Alle anderen Partien sind auch noch auf kantonaler oder nationaler Ebene tätig.

 

Die Nebenrollen
Nur eine untergeordnete Rolle im Schlieremer Parlament spielen seit Jahren die Evangelische Volkspartei (EVP) und die Grünen. Die EVP belegt aktuell 2 Sitze. Das ist schon seit 1990 so. Nur 2002 hatte die EVP einen Sitz weniger.

 

Die Grünen verfügten seit 1990 praktisch immer über 2 Sitze. Ausnahme sind die Wahlen 1994, als nur 1 Sitz resultierte. Auch 2014 erreichte die Partei nur 1 Sitz.
Auf Anhieb 2 Sitze errang die Grünliberale Partei (GLP) in den Wahlen von 2014. Am 4. März wird sich weisen, ob das mehr als eine Eintagesfliege war. Die GLP Kanton Zürich ging aus einer Abspaltung von den Grünen Kanton Zürich hervor. Die Grünliberalen Schlieren wurden erst 2013 neu gegründet.

 

Nur zeitlich beschränkte Auftritte im Schlieremer Parlament hatten die Junge SVP, die 2010 einen Sitz eroberte, Umweltschutz Limmattal (ULi), der 1994 und 1998 mit 2 bzw. 1 Sitz im Parlament vertreten war, der Landesring der Unabhängigen (LdU), der letztmals 1994 mit einem Vertreter in die Schlieremer Legislative einzog, und die Junge Linie, die 1990 2 Sitze erreichte.

 

Das Wahlbündnis
Bei den Wahlen zum Gemeindeparlament tritt jede Partei für sich allein an. Bei den Wahlen zum Stadtrat und Stadtpräsidium ist das anders. Dort haben sich die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP und EVP zu einem Wahlbündnis zusammengeschlossen. Der Name des Zusammenschlusses ist Bürgerliche Parteien Schlieren (BPS). Zweck ist die gegenseitige Unterstützung der Stadtratskandidaten der Bündnismitglieder und die Einigung auf einen gemeinsamen Kandidaten – diesmal eine gemeinsame Kandidatin – für das Stadtpräsidium. Auf linker Seite gibt es einen vergleichbaren Zusammenschluss nicht.

Im Stadtrat stehen aktuell fünf bürgerliche Mitglieder (2 SVP, 2 FDP, 1 CVP) zwei SP-Vertretern gegenüber. Stadtpräsident ist mit Toni Brühlmann-Jecklin zurzeit noch ein SP-Mann. Er tritt nicht mehr zur Wiederwahl an.

Text: Martin Gollmer, Foto: Stadt Schlieren


Wie Schlieren regiert wird

Basierend auf einem umfassenden Regelwerk wie der Gemeindeordnung sowie diversen Verordnungen und Reglementen ist in Schlieren festgelegt, welche Organe und Behörden für welche Geschäfte zuständig sind. Das demokratische System mit einem Gemeindeparlament hat sich bewährt.

 

Die Politik setzt sich laufend mit Fragen auseinander, wie das Leben der Gesellschaft organisiert und gestaltet werden soll. Nebst den hoheitlichen Pflichten der Stadt ist festzulegen, welche Aufgaben die Öffentliche Hand übernehmen soll (Service Public), was sich meist direkt auf den Finanzhaushalt auswirkt. Zu den jährlichen Standardgeschäften des Schlieremer Stadtrats zählen die Erstellung des Budgets, der Jahresrechnung und des Geschäftsberichts sowie des Investitions- und Finanzplans. Die Anträge dazu stellt das für die Finanzen zuständige Stadtratsmitglied.
Jeder Stadtrat, jede Stadträtin ist für die Führung eines Ressorts zuständig. Jeweils am Anfang der vierjährigen Legislaturperiode legt die Exekutive fest, wer welches Ressort übernimmt. Eine Ausnahme bildet das Ressort Präsidiales, welches mit dem Stadtpräsidium verbunden ist. Die Mitglieder des Stadtrates können nach eigenen Vorstellungen und Ideen Vorlagen entwickeln und in das politische System einfliessen lassen. Der Stadtrat kann aber auch einem einzelnen Mitglied Aufträge zur Ausarbeitung von Anträgen erteilen. Die Anträge werden in den in der Regel alle vierzehn Tage stattfindenden Sitzungen behandelt. Einem Antrag gehen oft vertiefte Diskussionen voraus, die im Rahmen von Aussprachen oder Strategiesitzungen geführt werden. Manche Geschäfte werden von einer Expertenkommission vorberaten, wie zum Beispiel der Stadtbaukommission, die wichtige Projekte bezüglich architektonischer, denkmalpflegerischer und städtebaulicher Qualität beurteilt. Übersteigt ein Geschäft die Kompetenzen des Stadtrates, ist das Gemeindeparlament oder das Stimmvolk zuständig.

 

Der Stadtpräsident bzw. die Stadtpräsidentin hat übrigens nicht mehr Kompetenzen als die Kolleginnen und Kollegen. Er oder sie ist für die Leitung der Sitzungen verantwortlich und muss viele zusätzliche repräsentative Aufgaben wahrnehmen.

 

Nebst ihren Ressortgeschäften sind die Stadträtinnen und Stadträte in verschiedenen Kommissionen, Ausschüssen und Arbeitsgruppen sowie überkommunalen Organisationen engagiert. Der Zeitaufwand eines Mitglieds des Stadtrates kann so wöchentlich bis zu 20 Stunden oder mehr betragen. In Schlieren werden jedoch, bis auf das Stadt- bzw. Schulpräsidium, welche ein fixes Pensum von 50 % haben, alle politischen Ämter nebenberuflich ausgeführt.

 

Die Beschlüsse des Stadtrates und des Gemeindeparlaments werden auf der Webseite der Stadt Schlieren unter der Rubrik «Politik und Verwaltung» publiziert. Eine Zusammenfassung der Tätigkeit der verschiedenen Organe der Stadt sowie der Verwaltungsabteilungen, des Friedensrichter- und des Betreibungs-/Stadtammannamtes wird jährlich im Geschäftsbericht veröffentlicht. Dieser wird jeweils anfangs Mai unter www.schlieren.ch/publikationen zum Download angeboten.

 

Gemeindeparlament Schlieren
In Schlieren gibt es seit 1974 ein Parlament. Es besteht aus 36 Mitgliedern und wird wie der Stadtrat alle vier Jahre gewählt. Acht bis zwölf Mal pro Jahr finden jeweils am Montagabend die öffentlichen Sitzungen des Gemeindeparlamentes statt. Die aktuellen Themen und die genauen Sitzungstermine sowie die Traktanden, wie auch viele weitere Informationen sind auf www.schlieren.ch/legislative zu finden.

 

Grundsätzlich hat das Parlament eine gesetzgebende Funktion, es entscheidet also über die wichtigsten Gesetze bzw. Verordnungen der Stadt Schlieren. Aus diesem Grund wird es auch Legislative (lat. Lex = Gesetz) genannt. Eine weitere grundlegende Funktion ist die Aufsicht und Kontrolle über den Stadtrat und die Verwaltung.

 

Damit der Stadtrat seine Ziele erreichen kann, benötigt er unter anderem die dazu notwendigen Mittel. Das Gemeindeparlament verabschiedet jeweils im Dezember das Budget für das Folgejahr und stellt damit das Geld zur Verfügung für vorgesehene Ausgaben. Für einmalige Ausgaben, die mehr als 200’000 Franken betragen, muss der Stadtrat dem Parlament Kreditanträge stellen. Bei Kosten von mehr als 2 Mio. Franken ist eine Volksabstimmung erforderlich. Das Gemeindeparlament gibt dazu jeweils eine Abstimmungsempfehlung ab.
Nebst den Kreditanträgen ist das Parlament für Verordnungen wie die Polizeiverordnung oder die Friedhofsverordnung zuständig. Schliesslich entscheidet das Parlament auch über Planungsinstrumente wie den Bau- und Zonenplan, der festlegt, wo zu welchen Bedingungen gebaut werden kann.

 

Jedes Jahr werden die Präsidentin bzw. der Präsident des Gemeindeparlamentes, seine zwei Vizepräsidentinnen bzw. -präsidenten und weitere parlamentsinterne Gremien gewählt. Nach den Erneuerungswahlen wählt das Parlament ausserdem die Mitglieder des Wahlbüros sowie der Sozialbehörde.

 

Die Mitglieder des Parlamentes haben schliesslich auch die Möglichkeit, mit parlamentarischen Vorstössen vom Stadtrat Auskunft über seine Tätigkeiten zu erhalten oder Vorschläge zu unterbreiten. Je nachdem ob es sich um eine Kleine Anfrage, eine Interpellation, ein Postulat oder eine Motion handelt, hat der Stadtrat lediglich Auskunft zu geben, einen Sachverhalt zu prüfen oder er wird verpflichtet, etwas im Sinne des Gemeindeparlamentes umzusetzen. Alle Vorstösse sind ebenfalls auf der städtische Website zu finden.

 

Text und Fotos: Stadt Schlieren


So zählt Ihre Stimme

Kumulieren, panaschieren, streichen: Wählerinnen und Wähler haben viele Möglichkeiten, ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen. Dabei gilt es, einiges zu beachten, denn Fehler können zur Ungültigkeit von Stimmen und Wahlzetteln führen.

 

Die Stimmkuverts werden dieses Jahr acht Wahllisten für das Gemeindeparlament enthalten. Auf einer Liste sind maximal 36 Personen aufgeführt – so viele Mitglieder zählt das Schlieremer Parlament.

 

Die Parteien haben die Listen mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten erstellt. Auf den vordersten Plätzen sind meistens die bisherigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier aufgeführt, anschliessend folgen die neuen Kandidatinnen und Kandidaten. Wer auf den vorderen Plätzen ist, hat eher Chancen, gewählt zu werden. Dies hängt damit zusammen, dass viele Leute für das Kumulieren und Panaschieren die letzten Zeilen brauchen und deshalb die Kandidaten auf diesen Plätzen streichen.

 

Die unveränderte Wahlliste

Wenn eine Liste ohne Änderungen abgegeben wird, bringt das der ausgewählten Partei 36 Stimmen ein, unabhängig davon, ob auf allen 36 Linien Kandidatinnen und Kandidaten aufgeführt sind.

 

Streichkonzert auf dem Wahlzettel

Kandidatinnen und Kandidaten können gestrichen werden. Leer belassene Zeilen werden als Stimme für die Partei, die oben auf dem Wahlzettel steht, gezählt.

 

Kumulieren – Wunschkandidaten unterstützen

Ein Kandidat oder eine Kandidatin kann doppelt aufgeführt werden. Dazu muss entweder eine andere Person gestrichen oder eine leere Zeile genutzt werden. Viele Parteien haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten bereits doppelt aufgeführt. Achtung: Der gleiche Name darf nicht mehr als zweimal auf dem Wahlzettel aufgeführt werden.

 

Panaschieren – der politische Smoothie

Auf einem Wahlzettel können Kandidatinnen und Kandidaten von verschiedenen anderen Listen aufgeführt werden. Dies führt dazu, dass nicht nur die gewählten Personen eine Stimme erhalten, sondern auch deren Partei. Gleichzeitig entgehen aber der Partei, deren Liste als Basis fürs Panaschieren ausgewählt worden ist, diese Stimmen. Vielen Wählerinnen und Wählern ist nicht bewusst, dass sie durch das Panaschieren ihre bevorzugte Partei schwächen.

 

Auch leere Zeilen zählen

Leergelassene Zeilen auf dem Wahlzettel zählen als Zusatzstimmen für die Partei, die oben auf dem Wahlzettel aufgeführt ist.

 

Nur so ist ein Wahlzettel gültig
  • Änderungen von Hand müssen gut leserlich sein
  • Gültig sind nur Namen von Personen, die auf einem der vorgedruckten Wahlzettel aufgeführt sind.
  • Namen, Vornamen und Nummern der Kandidatinnen und Kandidaten immer vollständig schreiben. Gänsefüsschen, «dito» oder Ähnliches sind nicht erlaubt.
  • Ein Name darf höchstens zweimal aufgeführt werden.
  • Auf einem Wahlzettel dürfen nicht mehr als 36 Kandidatinnen und Kandidaten aufgeführt sein.
  • Bei der brieflichen Stimmabgabe muss der Stimmrechtsausweis unterschrieben mitgeschickt werden.

Text: Astrid Romer, Foto: zVg 


Erneuerungswahl von 36 Mitgliedern für die Amtsdauer 2018-2022



Kandidat Stadtpräsidium (neu) und Stadtrat (bisher)

Markus Bärtschiger

Gemeinsam an Schlierens Zukunft bauen

Vielen Dank für Ihre Grosszügigkeit, meinen Beitrag zu lesen! Sich politisch zu interessieren, der Demokratie eine Chance zu geben, ist heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Ich bin in dieser Stadt geboren und habe mein ganzes bisheriges Leben hier verbracht – durchzogen mit Auslandaufenthalten für das Studium, Arbeit und Ferien. In einer Zeit der Globalisierung und der grenzenlosen Mobilität schon fast eine Frechheit! Aber was soll ich machen? Mir ist wohl in dieser Stadt, welche von manchen als Schlafstadt verschrien wird. Völlig zu unrecht!

Schlieren ist eine aufstrebende Kleinstadt, aus der längst ein durchaus urbaner Mittelpunkt, gewissermassen ein Klein-Zürich, entstanden ist. Dementsprechend sind unsere Chancen und Probleme, die wir tagtäglich antreffen, vielfältig. Nennen wir nur einige: Schlieren wird nie eine malerische Altstadt haben. Aber wir können Schlieren zu einem attraktiven und urbanen Zentrum verhelfen. Dazu muss es von der jetzigen Verkehrslast befreit werden, muss fuss- und velofreundlich werden. Ein guter Ladenmix und attraktive Aussenräume laden sodann zum Verweilen und Flanieren ein. Der Druck auf dem Boden- und Wohnungsmarkt ist enorm. Für ein urbanes Leben ist aber eine gute Bevölkerungsdurchmischung von grosser Bedeutung: Auch Leute mit normalen Einkommen müssen in Schlieren ihren Platz finden. Und hierfür braucht es eine Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus, damit mehr bezahlbarer Wohn- und Gewerberaum entsteht. Hier muss die Stadt aktiver werden. Schlieren besitzt wunderbare Grünräume. Diese müssen aber erhalten bleiben und in Zeiten, wo sehr viel gebaut wird, auch qualitativ verbessert werden. Spiel- und Erholungsräume bleiben so für alle Bevölkerungsschichten zugänglich.

Sie sehen, in welche Richtung mein bisheriges Engagement als Stadtrat ging. Sie sehen aber auch, wo ich in Zukunft als Stadtrat und als Stadtpräsident Schwerpunkte setzen werde.

Für die vielfältigen Herausforderungen, welche auf Schlieren zukommen, bin ich bestens gewappnet: Ich durfte eine universitäre Ausbildung zum Volkswirtschafter und Politologen geniessen, hatte in diversen Unternehmen Führungsaufgaben inne: als Verkaufsleiter und Leiter der Produktion, als Projektleiter und als Geschäftsführer. Als Mitglied eines Stiftungsrats, eines Verwaltungsrats und als Verwaltungsratspräsident (Spital Limmattal) habe ich auf strategischer Ebene zu denken und zu entscheiden gelernt. Ich habe jahrelange politische Erfahrung, als Stadt- und Gemeinderat und als Kantonsrat. Als Kantonsrat (zumal auch als Mitglied der wichtigen Finanzkommission) bin ich bestens vernetzt, um auch die Anliegen der Stadt Schlieren nach Zürich und Bern weiterleiten zu können.


Kandidat Stadtpräsidium (neu) und Stadtrat (bisher)

Manuela Stiefel

Ihre neue Stadtpräsidentin: Manuela Stiefel – mit Weitblick, Herzblut und Tatkraft –

Ich habe fundierte politische Erfahrung. Nach vier Jahren Tätigkeit im Gemeindeparlament wurde ich im Jahr 2010 in den Stadtrat von Schlieren gewählt, wo mir das Ressort Finanzen und Liegenschaften anvertraut wurde. Seither durfte ich in der Stadt Schlieren viel bewegen. Zahlreiche Projekte habe ich mit Herzblut vor dem Stadtrat, dem Parlament und dem Stimmvolk vertreten und zum Erfolg gebracht.

Messen Sie mich an meinen Versprechen von 2014:
Ich sorge für eine zukunftsgerichtete Investitionsplanung:

Folgende grossen Investitionen wurden umgesetzt:

  • Bau des Schulhauses Reitmen – das grösste je in Schlieren realisierte städtische Projekt
  • Neubau Asylunterkunft und Erweiterung Werkhof
  • Kauf von Stockwerkeigentum an der Rütistrasse als Renditeliegenschaft
Ich sorge für einen haushälterischen Umgang mit den Steuergeldern und dank straffer finanzieller Führung für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt:
  • Der Steuerfuss konnte um 5 % auf 114 % gesenkt werden.
  • Sämtliche Jahresrechnungen schlossen mit einem Überschuss ab. Im Jahr 2016 wurde ein noch nie dagewesenes Plus von 20 Mio. Franken erreicht.
  • In Zusammenarbeit mit Schulpflege und Verwaltung erarbeitete der Stadtrat eine Finanzstrategie und legte ein wirksames Entlastungsprogramm vor.
Ich setze mich für eine Wirtschaftsstrategie ein, die das ansässige Gewerbe ebenso berücksichtigt wie die Ansiedlung neuer Firmen:
  • Der Bestand an Firmen ist derzeit mit 1064 Firmen so hoch wie noch nie.
  • Jährlich werden vom Ressort Finanzen und Liegenschaften Arbeitsvergaben in der Höhe von rund 2 Mio. Franken ans Schlieremer Gewerbe vergeben.
Ich engagiere mich mit grossem Einsatz für die mir übertragenen Aufgaben:

  • In der vergangenen Legislatur wurden vom Ressort Finanzen und Liegenschaften rund 300 Geschäfte im Stadtrat behandelt, 15 davon waren Parlamentsgeschäfte.
  • In verschiedenen Kommissionen und Arbeitsgruppen brachte ich die Anliegen der Bevölkerung ein.
  • Als Mitglied im erweiterten OK Schlierefäscht wirkte ich tatkräftig bei der Umsetzung des Festes mit.
Als Stadtpräsidentin ist mir wichtig, dass Schlieren...
  • auch in Zukunft eine Stadt sein wird, in der das Miteinander gelingt
  • sich für Familien und Menschen aller Generationen zu einer attraktiven Wohnstadt mit hoher Lebensqualität weiterentwickelt
  • die Stadtentwicklung mit Weitsicht umsetzt und mit Natur und Erholungsraum schonend umgeht
  • für Wirtschaft und Gewerbe gute Rahmenbedingungen schafft und einen wirkungsvollen Dialog findet, damit die Stadt ein erfolgreicher Standort bleibt
  • sinnvolle Lösungen für die anspruchsvolle Verkehrssituation findet
  • endlich die dringend nötige Alterseinrichtung realisieren und auch jungen Leuten bezahlbaren Wohnraum anbieten kann
  • baldmöglichst über einen zweckmässigen und modernen Stadtsaal verfügt
  • weiterhin mit Innovation, kultureller Vielfalt und mutigen Visionen punktet.


Kandidat Stadtrat (bisher)

Pierre Dalcher

Hohe Sicherheit ohne viele Worte

Bald geht meine erste Legislaturperiode als Stadtrat in der Stadt Schlieren zu Ende. Es war bis jetzt äusserst spannend und vor allem sehr lehrreich. Wichtig war mir, dass ich mich in das Kollegium Stadtrat gut integrierte und gleichzeitig meine Ansinnen zielgerecht einbringen konnte. In der Verwaltung versuchte ich klar zwischen strategischem Denken und operativem Handeln zu unterscheiden. Ich bin der Meinung, dass mir dies nicht schlecht gelungen ist.

Beim Antritt als Stadtrat wurde mir das Ressort Sicherheit und Gesundheit anvertraut. Wie sicherlich noch in Erinnerung ist, lag der Fall «Prügelpolizisten » wie ein Damoklesschwert über unserer Stadtpolizei. Mein Ziel war klar, dies musste nachhaltig eliminiert werden. Unsere Stadtpolizei hat durch harte und gute Arbeit dieses Image wieder von sich abstreifen können. Die volle Rehabilitation der beiden betroffenen Polizisten vor dem Bundesgericht ist eindeutig der Höhepunkt dieser tristen Geschichte.

Feuerwehr und Zivilschutz sind wichtige Rettungsorganisationen für unsere Stadt Schlieren. Bei beiden Organisationen gilt die Grundvoraussetzung, dass das richtige Material vorhanden sein muss und dass die Menschen dieses Material im Ernstfall auch bedienen können. Ich bin überzeugt, dass wir für beide Organisationen auf dem richtigen Weg sind. Kosten- und Nutzenverhältnis stimmt, dies wurde in vielen Einsätzen bewiesen. Die Feuerwehr musste im Jahr 2017 36 % mehr ausrücken wie im Vergleich zu 2014. Dies müssen wir gezielt im Auge behalten, bedeuten diese Mehreinsätze auch eine Mehrbelastung für Mensch und Gerät. Beiden, vor allem dem Menschen, müssen wir die entsprechende Beachtung schenken.

Ich bin äusserst glücklich, dass alle Blaulichtorganisationen ihre Arbeit heute in Ruhe jeden Tag und jede Nacht durchführen können. Wir spüren das Vertrauen der Bevölkerung. Dies ist Motivation und gibt Sicherheit.

Gerne würde ich weitere vier Jahre im Stadtrat Schlieren die mir anvertraute Arbeit für die Bevölkerung von Schlieren ausüben. Denn etwas ist gleich geblieben, ob als Leitender eines Kundendienstes oder als Stadtrat: «um gut zu dienen, muss man gute Lösungsmöglichkeiten anbieten können». Dies ist weiterhin mein Ziel.

Ihre Stimme für mich wäre zusammengefasst ein Vertrauensbeweis wie auch ein Auftrag.


Kandidat Stadtrat (bisher)

Christian Meier

Die Zeit ist reif

Seit knapp vier Jahren darf ich als Stadtrat in der Abteilung Alter und Soziales die politischen Interessen der Schliermer Bevölkerung einbringen. Bei der Altersplanung hatte und hat das neue Alterszentrum oberste Priorität. Die Bedarfsabklärungen bei allen Parteien haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Die Rückmeldungen waren sehr aufschlussreich und haben dazu geführt, dass das Parlament dem Kredit für einen Planungswettbewerb für eine solche Institution im Stadtpark zugestimmt hat. Die Herausforderung für die nächsten vier Jahre besteht darin, dass die Planung und Realisierung bedarfsgerecht und ohne unnötige Verzögerungen geschieht.

Im Sozialbereich werde ich mich dafür einsetzen, dass Bund und Kanton nicht noch mehr Lasten auf die Gemeinden abwälzen. Das neu geschaffene Sozialinspektorat muss beibehalten werden, denn die dadurch veranlassten Rückforderungen sind beträchtlich. Der grösste Einzelfall beträgt mehr als 150’000 Franken. Jedoch noch wichtiger aber ist die Entlastung zahlreicher zu Unrecht des Missbrauchs verdächtigter Sozialhilfebezüger.

Ganz allgemein nehme ich einen zunehmenden Unmut der Bevölkerung gegenüber Entscheiden der Politik wahr. Als Stadtrat werde ich mich für eine noch offenere Kommunikation einsetzen.


Kandidat Stadtrat (neu)

Pascal Leuchtmann

Für ein lebendiges Schlieren

Ich möchte eine lebendige Stadt, in der die Menschen gerne leben, wohnen und arbeiten. Kinder brauchen Spielplätze, andere brauchen Sportplätze oder einfach Orte, wo man sich begegnen und einen gemütlichen Schwatz halten kann. Zum Beispiel im Stadtpark, aber auch in grünen Oasen der Aussenquartiere.

Leben in der Stadt bedeutet auch Verkehr in der Stadt. Und Lärm. Das passt nicht allen. Auf der anderen Seite sind Einschränkungen des Verkehrs nicht populär. Leben ist generell nicht konfliktfrei. Darum müssen Kompromisse geschlossen werden. Diese gibt es immer, solange nicht die Maximalforderungen von Einzelnen durchgesetzt werden.

Es ist die Aufgabe der Politik, Lösungen für alle zu finden. Dazu braucht es Verhandlungsgeschick, vor allem aber die Fähigkeit, die Wünsche der politischen Gegner zu verstehen – und die eigenen Grundsätze den anderen zu erklären. In meiner politischen und beruflichen Karriere habe ich bewiesen, dass ich beides bestens kann.

Meine reiche diesbezügliche Erfahrung: Acht Jahre im Parlament von Schlieren, davon ein Jahr als Parlamentspräsident. Fünf Jahre in der Geschäftsprüfungskommission, zwei davon als deren Präsident. Beruflich als Elektroingenieur mit Doktortitel, Dozent und Forscher an der ETH Zürich.

Ich freue mich auf konstruktive Auseinandersetzungen im Stadtratsteam, wo ich dafür sorgen möchte, dass Schlieren lebendig und lebenswert bleibt.


Kandidat Stadtrat (bisher)

Bea Krebs

Die Volksschule befindet sich seit Jahren in einem

starken Wandel. Der neue Berufsauftrag und der Lehrplan 21 sind grosse Herausforderungen, welche uns in den nächsten Jahren beschäftigen. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule individuell gefördert werden, die Betreuung muss in ausreichendem Masse sichergestellt sein.

2017 habe ich die Ausbildung zur Sekundarlehrerin abgeschlossen und kenne daher die pädagogischen Ziele der heutigen Schule und den anspruchsvollen Alltag der Lehrpersonen aus eigener Erfahrung in der Behörde und als Lehrerin.

Im Stadtrat setze ich mich für eine positive und sorgfältige Entwicklung der Stadt ein. Ein lebenswertes Schlieren zu erhalten und zu gestalten, ist mir wichtig.

Ich werde mich weiterhin den anstehenden Aufgaben stellen und mich als Stadträtin und Schulpräsidentin für ein lebenswertes Schlieren und eine qualitativ gute Schule einsetzen.

Politische Tätigkeiten

1990–2002: Mitglied des Gemeindeparlamentes
1990–1998: Mitglied der Kulturkommission
1994–1998: Mitglied der Geschäftsprüfungskommission
2002–2007: Stadträtin Schlieren, Ressortvorsteherin
Sicherheit und Gesundheit
seit 2007: Stadträtin, Präsidentin der Schulpflege und der Jugendkommission
seit 2014: 1. Vizepräsidentin des Stadtrates Schlieren
«Schlieren, wo Qualität Schule macht»
Jahrgang 1966, in Schlieren aufgewachsen, ledig, Dr. sc. nat. (Chemikerin), MAS in Public Management und Bachelor of Arts (Sekundarlehrerin).


Kandidat Stadtrat (bisher)

Stefano Kunz

Geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger

Am 4. März 2018 gilt es, Parlament und Stadtrat neu zu wählen. Die CVP hat mich erneut als Kandidat für den Stadtrat nominiert, weshalb ich Ihnen kurz erläutere, wofür ich mich im Falle einer Wiederwahl in den nächsten vier Jahren einsetzen will: «Lebensqualität vor Wachstum» – diesen Slogan hat sich die CVP auf die Fahne geschrieben. Selbstredend ist beides wichtig, aber gute Lebensqualität hat Vorrang!

Lebensqualität

Schlieren ist eine attraktive Stadt. Das soll so bleiben. Darum setze ich mich dafür ein, dass: wir die Entwicklung mit Bedacht steuern; wir die Interessen Schlierens beim Kanton verteidigen; die Grünräume erhalten und Freiräume geschaffen werden; die Pärke und (Spiel-)Plätze so gestaltet werden, dass sie zum Verweilen einladen.

Ich setze mich dafür ein, dass: die Entsorgung weiterhin rasch und kundenfreundlich erfolgt; Schlieren sauber bleibt; die Gasversorgung auch mit dem Ausbau der Fernwärme gesichert ist; der Sport mehr in die städtische Entwicklung miteinbezogen wird.

Wachstum

Viele Personen und Firmen sind nach Schlieren gezogen. Sie hier zu halten, ist für mich ein zentrales Anliegen. Ich setze mich deshalb dafür ein, dass: Gebühren und Steuern tief bleiben; die Entscheidungswege kurz sind; Wirtschaft, Gewerbe und Detailhandel in ihrer Arbeit unterstützt werden; Schlieren auch weiterhin als offen, lösungsorientiert und pragmatisch wahrgenommen wird.

Ich freue mich, wenn Sie mir am 4. März Ihre Stimme geben!


Kandidat Stadtrat (neu)

Andreas Kriesi

Liebe Schlieremerin, lieber Schlieremer

Schlieren verändert sich seit Jahren stark. Dieser Wandel wird noch weitergehen. Das Zentrum bekommt ein neues Gesicht. Dabei ist einiges bereits festgelegt, vieles aber kann noch gestaltet werden. Hier möchte ich mein Wissen, meine Kreativität und Erfahrung einbringen. Im Stadtrat werde ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass sich Schlieren weiterhin zu einem Wohn- und Wirtschaftsstandort mit besten Qualitäten entwickelt. Auch wenn oft übergeordnetes Recht massgebend ist, gibt es im Stadtrat Handlungsspielraum. Diesen Handlungsspielraum werde ich im Stadtrat nutzen, um Schlieren vorwärts zu bringen.

Am 4. März 2018 wählen die Schlieremerinnen und Schlieremer ihren Stadtrat neu. Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie mit, wer die Geschäfte der Stadt in den nächsten vier Jahren in Ihrem Auftrag wahrnimmt. Mit meiner Kandidatur für den Stadtrat haben Sie jetzt eine echte Auswahl. Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und tragen Sie zu einer hohen Stimmbeteiligung bei. Ihre Stimme würde mich sehr freuen.

Für Ihre Unterstützung bedanke ich mich vielmals.

Ihr Andreas Kriesi